Wasser entdecken - Schwimmen lernen

„Ab ins Wasser!“, heißt es für Hamburger Grundschüler, wenn in der dritten Klasse das obligatorische Schulschwimmen startet. Für viele Kinder ist das leider im wahrsten Sinne des Wortes ein Sprung in kaltes Wasser, sofern sie sich überhaupt trauen mitzumachen, denn immer mehr Jungen und Mädchen haben in diesem Alter noch keinerlei Erfahrung mit dem Bewegungsraum Wasser. Damit diese Kinder nicht verängstigt am Beckenrand zurückbleiben, während die Klassenkameraden ihre Bahnen ziehen und immer sicherer werden, engagiert sich NestWerk bereits seit 2009 in der Schwimmförderung.

 

Besonders in den strukturschwächeren Vierteln der Hansestadt finden sich immer mehr Mädchen und Jungs, die noch in der Grundschule absolute „Wasseranfänger“ sind und sich im Becken kaum etwas zutrauen. Viele von ihnen sind beim Schulschwimmen zum ersten Mal überhaupt in einer Schwimmhalle. Gemeinsam mit der Behörde für Schule und Berufsbildung sowie der Bäderland GmbH setzen wir genau hier an und bieten in mehr als 11 Schwimmbädern, wo der Bedarf am größten ist, eine gezielte Schwimmförderung an.

 

 

Bereits beim ersten Schulschwimmen, noch bevor die Kinder negative, angstverstärkende Erfahrungen im Wasser machen können, sichten geübte Schwimmlehrer, bei welchen Schülern in der Klasse erhöhter Förderbedarf besteht. Parallel zum regulären Schwimmunterricht nehmen diese Mädchen und Jungs in Kleingruppen an einer spielerischen Wassergewöhnung und einem Extra-Schwimmtraining teil, betreut von zusätzlichen Pädagogen. Um die Kinder in ihrer Entwicklung zu bestärken und die Lernerfolge zu festigen, erhalten sie zusätzlich die Möglichkeit, einmal pro Woche an einem kostenlosen Nachmittagstraining teilzunehmen, das extra für sie eingerichtet und speziell auf sie zugeschnitten ist.

 

Nicht zuletzt dank der tollen, engagierten Mitarbeit der beteiligten Schulen, Lehrer und Eltern gewinnen die Kinder durch diese zweigleisige Schwimmförderung relativ schnell Sicherheit im Wasser und Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten. Viele von ihnen können sogar noch während des laufenden Schulhalbjahres zu ihren Freunden in den regulären Schwimmunterricht wechseln und haben allen Grund, richtig stolz auf sich zu sein. Für jedes einzelne Kind ist das ein riesiges Erfolgserlebnis, das auch außerhalb der Schwimmhalle ganz viel Selbstbewusstsein gibt.

 

 

 

zur Übersicht