Tore zur Welt - Willkommen in Hamburg

Krieg, Verfolgung, Todesängste und nicht selten eine lebensgefährliche Flucht, die viele Wochen dauerte: die Männer, Frauen und Kinder in den Flüchtlingsunterkünften der Hansestadt haben einen beschwerlichen Weg hinter sich. Viele von ihnen sind traumatisiert, darunter besonders auch die Kinder und Jugendlichen. Häufig mussten sie Schreckliches ansehen und miterleben, das selbst Erwachsene kaum verarbeiten können. Erschwerend kommt jetzt das Gefühl des Fremdseins hinzu, wenn sie sich hier in einer ihnen unbekannten Kultur mit einer fremden Sprache, anderen Regeln, Sitten und Gebräuchen zurechtfinden müssen. Die Enge in den Einrichtungen, unsichere Zukunftsaussichten und die erzwungene Untätigkeit verstärken die Belastung.

 

 

 

Für die Kinder und Jugendlichen, die in dem „geordneten Chaos“ der Unterkünfte leben, gibt es kaum altersgerechte Angebote, die positive Abwechslung vom oft langweiligen Alltag bieten und ihnen dabei helfen, bei uns anzukommen. Mit unserem jüngsten Projekt „Tore zur Welt“ möchten wir von NestWerk das ändern und bieten Sprach- und Bewegungsspiele für Jungs und Mädchen in Flüchtlingsunterkünften an. Die offenen Angebote finden mehrmals in der Woche zwei bis drei Stunden lang in nahegelegenen Turnhallen statt und werden jeweils von circa 30 Kindern und Jugendlichen besucht.

 

 

 

Aktuell sind wir an vier Standorten in Hamburg vor Ort, wobei wir in Harburg und Bergedorf überwiegend mit jüngeren Kindern in Kontakt stehen und über das sportliche Miteinander bei Spiel und Bewegung sprachliche, soziale und kulturelle Kompetenzen fördern. In Wilhelmsburg und Osdorf haben wir gemeinsam mit dem Jugendhilfe-Verein JugendTugend ein regelmäßiges Sportangebot für junge Flüchtlinge aus dem Stadtteil ins Leben gerufen. Gleichzeitig wird damit auch ein Raum geschaffen, an dem sich Flüchtlinge und Jugendliche aus dem Viertel begegnen und kennenlernen können – das beste Mittel zur Integration. Die große Resonanz auf das Projekt zeigt uns, wie wichtig diese Arbeit ist, weshalb wir für die nähere Zukunft weitere Standorte planen.