Motivation für Integration

Bei diesem Projekt steht das soziale Miteinander im Vordergrund. Junge Erwachsene sollen in ihren sozialen Lernprozessen unterstützt werden, um es ihnen zu ermöglich, auf der Grundlage von Selbstverantwortung eine Gemeinschaftsfähigkeit zu entwickeln. Die Entwicklung, Entdeckung und Förderung von individuellen Ressourcen der jungen Menschen stehen dabei im Fokus. Durch attraktive soziale Perspektiven können negative Handlungsmuster an Bedeutung verlieren. Über das sportliche Miteinander sollen bei Spiel und Bewegung sprachliche, soziale und kulturelle Kompetenzen gefördert werden. Gleichzeitig wird damit auch ein Raum geschaffen, an dem sich Geflüchtete und Jugendliche aus dem Viertel begegnen und kennenlernen können – das beste Mittel zur Integration.

Das Angebot findet freitags von 19-23.00 Uhr in der Sporthalle Böttcherkamp statt und richtet sich an junge Geflüchtete, die im Bezirk Altona untergebracht sind. Die Männer sind zwischen 17 und 21 Jahren alt. Hinzu kommt zu jedem Termin eine feste Gruppe von Jugendlichen aus dem nahen Sozialraum (Osdorf). Die Begegnung zwischen den jugendlichen Neuankömmlingen (60 Prozent) und den jugendlichen Bewohnern des Stadtteils (40 Prozent) ist dabei wesentlich für den interkulturellen Austausch und integrativen Ansatz innerhalb des Projekts.

Jede Trainingseinheit beginnt mit einem obligatorischen „Warm up“ von 30 Minuten, um die Verletzungsgefahr zu reduzieren. Durch dieses Gruppenritual wird das Gemeinschaftsgefühl gestärkt und die angeleitete Konzentration auf einzelne Köperteile fördert die ganzkörperliche Wahrnehmung. Das wöchentliche Sportangebot zirkuliert zwischen Yoga, Qi-Gong und Karate zum Aufwärmen und einem anschließenden Mannschaftssportteil wie Fußball, Volleyball oder Brennball.

Am Ende einer jeden Trainingseinheit werden individuelle Stärken und Grenzen der einzelnen Gruppenmitglieder analysiert und bestimmte Rollen- und Verhaltensmuster thematisiert. Eine Atmosphäre von Wertschätzung und gegenseitiger Achtung wird dadurch hergestellt, positive Verhaltensweisen werden durch Lob und Anerkennung gestärkt. Die Gruppe wird darin begleitet, kritisches Verhalten einzelner Teilnehmer anzusprechen und gleichzeitig konstruktive Veränderungsvorschläge einzubringen.