Darum geht's

Die Zahlen sind alamierend:

Allein in Hamburg sind 41.000 Familien mit Kindern unter 18 Jahren auf Hartz IV angewiesen. Dies bedeutet, dass über 20 Prozent aller Minderjährigen Eltern haben, die von Transferleistungen leben. Mehr als die Hälfte davon sind Alleinerziehende. Besonders betroffen sind die strukturschwachen Stadtteile der Hansestadt, wie etwa Billstedt, Veddel, Wilhelmsburg, Steilshoop, Jenfeld und St. Pauli. Hier leben im Durchschnitt rund 50 Prozent der Kinder von Hartz IV, viele davon in Familien mit Migrationshintergrund. Doch Armut bedeutet für viele Kinder und Jugendliche weit mehr als wenig Geld zu haben.

 

Sie geht oft einher mit familiärer Belastung sowie Benachteiligung und Beeinträchtigung in Gesundheit, Wohnen, Bildung, Kultur und Freizeit. Welchen Zündstoff diese Situation birgt, das zeigt ein Blick auf die Entwicklung der Jugendgewalt:

 

In Hamburg sind Jugendliche bei fast 50 Prozent der registrierten Gewaltdelikte beteiligt. Auch der Alkohol- und Drogenkonsum bewegt sich Bundesweit auf einem hohen Niveau: über 15 Prozent der 12 bis 18 Jährigen trinkt regelmäßig bis zum Rauschzustand, Cannabis wird von rund 5 Prozent konsumiert. In dieser Altersgruppe rauchen knapp 12 Prozent der Jugendlichen Tabak.

 

 

Gerade Jugendliche in sozial benachteiligten Wohnvierteln brauchen altersgerechte, kontinuierliche und kostenlose Sport- und Freizeitangebote, um diesem Teufelskreis von Armut und Vernachlässigung zu entkommen. Staatliche Hilfe allein reicht angesichts leerer Kassen längst nicht mehr aus. Hier sind bürgerschaftliches Engagement und praktische Hilfen gefragt.

NestWerk e.V. sieht genau hier seine Hauptaufgabe, nämlich möglichst niedrigschwellige Sport- und Freizeitangebote zu unterstützen und Jugendliche auf diese Weise langfristig zu fördern.

 

Im sportlichen Spiel lernen sie Respekt und Fairness, Toleranz und Solidarität. Mit Musik können sie sich kreativ entfalten, entdecken neue Chancen und gewinnen mehr Selbstvertrauen – soziale Kompetenzen, die gerade sie für die Gestaltung ihrer Zukunft brauchen. Bei der Projektauswahl und Betreuung kooperieren wir in Public-Private-Partnerships eng mit öffentlichen Einrichtungen, Pädagogen, Sozialarbeitern und kompetenten Partnern vor Ort, wie dem Verein "Voll in Bewegung", der "Staatlichen Jugendmusikschule Hamburg", der "Hamburger Sportjugend im HSB", der "Behörde für Schule und Berufsbildung" und der "Bäderland Hamburg GmbH".

 

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Der NestWerk-Jahresbericht 2015
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